Willkommen beim Lanxess Zwischenbericht Q3/2012!

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Bilanzstruktur

Die Konzernbilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 30. September 2012 betrug 6.965 Mio. €. Sie lag damit um 87 Mio. € bzw. 1,3 % über dem Wert von 6.878 Mio. € zum 31. Dezember 2011. Wesentliche Gründe für diese Entwicklung waren der Anstieg des Net Working Capital sowie die Investitionen in Sachanlagen. Die Abnahme der liquiden Mittel wirkte sich gegenläufig aus.

Das langfristige Vermögen wuchs um 110 Mio. € auf 3.599 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei um 149 Mio. € auf 3.201 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen aufgrund unserer gezielten Wachstumsstrategie mit 381 Mio. € deutlich über dem Wert von 325 Mio. € zum 30. September 2011. Die Abschreibungen beliefen sich in den ersten neun Monaten auf 276 Mio. € nach 233 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte wurde darüber hinaus beeinflusst von der Erstkonsolidierung der im ersten Quartal 2012 erworbenen Gesellschaft Tire Curing Bladders, LLC, Little Rock (USA), sowie der im Berichtsquartal erworbenen Gesellschaft Bond-Laminates GmbH, Brilon (Deutschland). Hieraus ergaben sich Zugänge in zweistelliger Millionenhöhe. Der Verlauf des Equity-Beteiligungsbuchwerts resultierte vor allem aus dem positiven Ergebnis der Currenta GmbH & Co. OHG sowie der LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd. (China), im Berichtszeitraum. Die Entwicklung der sonstigen Beteiligungen war beeinflusst vom Erwerb einer strategischen Minderheitsbeteiligung an der BioAmber, Inc., Minneapolis (USA), im ersten Quartal 2012 sowie von der Marktbewertung der Beteiligung an der Gevo Inc., Englewood (USA), infolge der aktuellen Aktienkursentwicklung der Gesellschaft. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen lag mit 51,7 % leicht über dem Niveau zum 31. Dezember 2011 von 50,7 %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 3.366 Mio. €, was einem Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2011 von 23 Mio. € bzw. 0,7 % entspricht. Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2011 um 215 Mio. € auf 1.601 Mio. €. Sie lagen damit geringfügig über dem Niveau des Halbjahresstichtags. Ein erwarteter Rückgang der Vorräte aufgrund geplanter Wartungsstillstände wurde dabei von der nachlassenden Nachfrage überlagert. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich in Summe deutlich um 226 Mio. € auf 302 Mio. €. Ursächlich hierfür war insbesondere die planmäßige Tilgung der fälligen Euro-Benchmark-Anleihe aus 2005. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 48,3 % nach 49,3 % zum 31. Dezember 2011.

In der Bilanz des LANXESS Konzerns sind bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Sie wurden im Berichtszeitraum mithilfe einer Vielzahl von Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und unterstützten dadurch die anhaltend erfolgreiche Positionierung unserer Business Units im Markt.

Daneben stellen unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen einen signifikanten, aber nicht aktivierungsfähigen immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierlich hohe Lieferqualität gefestigte, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, konsequent an unserer Preis-vor-Menge-Strategie festzuhalten. Unsere Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem spezifischen Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir signifikanten Mehrwert für unsere Kunden.

Das Know-how und die Erfahrung unserer Beschäftigten sind ebenfalls tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.

Auf der Passivseite wuchs das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2011 um 239 Mio. € bzw. 11,5 % auf 2.313 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem Konzernergebnis der ersten neun Monate von 463 Mio. €. Dem standen im Wesentlichen negative Effekte im kumulierten übrigen Eigenkapital aus der Entwicklung der Pensionsverpflichtungen gegenüber. Zum 30. September 2012 erreichte der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme 33,2 % nach 30,2 % zum 31. Dezember 2011.

Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich zum 30. September 2012 um 392 Mio. € auf 3.107 Mio. €. Neben der bereits im ersten Quartal 2012 in chinesischen Offshore-Renminbi emittierten Anleihe im Volumen von 500 Mio. CNH – umgerechnet 60 Mio. € – mit einer Laufzeit von drei Jahren wurden zwei weitere Anleihen über jeweils 100 Mio. € mit Laufzeiten von 10 bzw. 15 Jahren begeben. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen um 200 Mio. € auf 879 Mio. € ergab sich hauptsächlich aus der Anpassung der zur Bewertung herangezogenen Zinssätze in Folge des gesunkenen Marktzinsniveaus in Deutschland. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich auf 44,6 % nach 39,5 % zum 31. Dezember 2011.

Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.545 Mio. € und lag somit um 544 Mio. € bzw. 26,0 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2011. Dies resultierte im Wesentlichen aus der planmäßigen Tilgung der fälligen Euro-Benchmark-Anleihe aus 2005. Darüber hinaus verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der leicht rückläufigen Produktionsaktivität um 112 Mio. € auf 654 Mio. €. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme betrug zum Stichtag 22,2 % nach 30,3 % zum Jahresende 2011.

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